Human Space


Habe ich bisher bei den meisten meiner Projekte, die reale Lebensgröße des Menschen als zugrunde liegende Dimension angenommen, verschiebe ich sie hier ganz bewusst in den Miniaturbereich. Dies erreiche ich mit Figuren von wenigen Zentimetern.  Eine solche Dimension eröffnet viele Möglichkeiten. Zum einen bekommt der Betrachter einen umfassenderen und erhöhenden Blick auf die eigene Position, und zum anderen kann ich somit spielerischer Themen und Inhalte umsetzen. Psychosoziale, wie beziehungsrelevante und geschlechterspezifische Themen bilden hier die Basis.

Gegossenes Silber als Material, bietet mir ästhetisch, wie auch auf der Werteskala der Materialen, weit oben stehenden Edelmetalle, das entsprechende Medium für die figurative Skulptur Mensch.

Dem gegenüber setze ich Glas und teste seine Möglichkeiten im abstrakten Bereich der Wahrnehmung von Energie und Raum.

Als künstlerisches Medium sehe ich in Glas eine Membranfunktion, Glas als (Ver-)Mittler zwischen den Polen, da es sehr vielfältige, oft gegensätzliche Eigenschaften wie Transparenz und Opazität, Fluss und Starre,   Leichtigkeit und Schwere, Fragilität und Stabilität aufweisen kann. Ich wende Ausdrucksmittel und Assoziativen der Materialien an, welche meine Arbeit inhaltlich oder atmosphärisch unterstützen. Raumbezug und Prozessorientierung sind auch hier wirksam, wenn auch vielleicht indirekter als in früheren Projekten..


So strebe ich an, eine Verbindung von Materiellem und Spirituellem entstehen zu lassen.